Familienpflegezeit Versicherung

Das Familienpflegezeitgesetz bestimmt eine Versicherungspflicht für die Arbeitnehmer, die die Familienpflegezeit in Anspruch nehmen möchten.

Versicherungspflicht für Familienpflegezeit-Arbeitnehmer

Wie in § 4 FPfZG vorgesehen, sind Arbeitnehmer verpflichtet, sich für die gesamte Dauer der Familienpflegezeit in einer besonderen Familienpflegezeitversicherung zu versichern. Die Versicherungspflicht besteht also für die Pflegephase und Nachpflegephase. Das können zusammen maximal vier Jahre sein. Die Familienpflegezeitversicherung sichert den Arbeitgeber für den Fall ab, dass der Arbeitnehmer wegen Tod oder Berufsunfähigkeit nicht in der Lage ist, die ihm während der Pflegephase gezahlten Gehaltsvorauszahlungen zurückzuzahlen.

Höhe der Versicherungsbeiträge

Zur Höhe der Versicherungsbeiträge können noch keine genauen Angaben gemacht werden. Den Versicherungen werden keine Vorgaben zur Berechnung der Versicherungsprämie gemacht. Vorgeschrieben ist lediglich, dass die Versicherungsprämie unabhängig vom Geschlecht des Antragstellers zu berechnen ist. Allerdings ist davon auszugehen, dass die monatlichen Prämien für die Familienpflegezeitversicherung sehr gering sein werden und im unteren zweistellen Eurobereich liegen werden. Probleme dürfte es allerdings geben, wenn der Arbeitnehmer Gesundheitsrisiken aufweist. Dann dürfte mit hohen Versicherungsbeiträgen zu rechnen sein. Möglich ist auch, dass eine schlechte Gesundheitsprognose zum Ausschlusskriterium wird. Wer also mit gesundheitlichen Risiken behaftet ist, die nicht versicherbar sind, wird dann keine Familienpflegezeit in Anspruch nehmen können.