Unternehmen

Hier zusammengefasst die wichtigsten Punkte, die Unternehmen hinsichtlich der Familienpflegezeit im Sinne von Voraussetzungen beachten müssen.

Folgende Voraussetzungen müssen Unternehmen erfüllen, um beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben ein zinsloses Darlehen für die Aufstockung des Arbeitsentgelts in der Pflegephase ihrer Arbeitnehmer beantragen zu können.

1) Es muss eine schriftlichen Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und dem Beschäftigten über die Inanspruchnahme der Familienpflegezeit (FPfZ) geschlossen werden. Diese Familienpflegezeitvereinbarung muss folgendes beinhalten:

a) die persönliche Daten des Arbeitnehmers (Name, Anschrift und Geburtsdatum),

b) den Angehörigenstatus zu der zu pflegenden Person,

c) die Dauer der Familienpflegezeit und Rückkehr zur alten oder einer neu vereinbarten höheren Wochenarbeitszeit nach Beendigung der Pflegephase,

d) den Umfang der Arbeitszeit vor Beginn und während der Familienpflegezeit,

e) die Höhe des Aufstockungsbetrags

und schließlich

f) Angaben zum Ausgleich des Wert- oder Arbeitszeitguthabens in der Nachpflegephase.

2) Es müssen die Entgeltbescheinigungen des Beschäftigten für die letzten zwölf Monate vor Beginn der Familienpflegezeit mit Angabe der vertraglichen Wochenstundenzahl vorgelegt werden.

3) Der Beschäftigten muss einen Nachweis über die Pflegebedürftigkeit des Angehörigen durch eine entsprechende Bescheinigung der Pflegekasse, des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen oder des Gutachterdienstes Medicproof GmbH bei privat Versicherten einholen.

4) Schließlich muss eine Bescheinigung des Arbeitnehmers über den Abschluss einer Familienpflegezeitversicherung oder der Antrag auf Aufnahme in eine vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben abgeschlossene Gruppenversicherung beigefügt werden.

Die Förderfähigkeit der Familienpflegezeit endet spätestens nach 24 Monaten. Werden die oben genannten Voraussetzungen nicht oder nicht mehr erfüllt, weil beispielsweise die oder der Pflegebedürftige vor Ablauf der vereinbarten Frist verstirbt, endet die Familienpflegezeit vorzeitig. In diesem Fall endet die Darlehenszahlung spätestens mit Ablauf des 2. Monats, der auf den Wegfall einer oder mehrerer Voraussetzungen folgt. Alle Änderungen, die für die Gewährung des Darlehens von Bedeutung sind, müssen dem BAFzA unverzüglich mitgeteilt werden.